Der Film

Jeden letzten Freitag im Monat kann man es in zahlreichen Städten Deutschlands und weltweit beobachten: an einen zentralen Platz treffen sich ein paar Radfahrer, manche mit skurrilen Rädern oder Verkleidung, andere haben Musikanlagen auf ihre Anhänger montiert, die Stimmung ist fröhlich und entspannt. Nach einer halben Stunde sind aus dem kleinen Haufen Hunderte, oft sogar Tausende geworden, die kritische Masse ist erreicht und es wird losgeradelt. Ohne festgelegte Route, ohne einen einzelnen Bestimmer oder Organisator. Die Critical Mass ist ein einzigartiges Phänomen: eine (verkehrs-)politische Veranstaltung – und doch keine Demonstration. Ein Partyevent – dabei jedoch völlig unkommerziell. Eine Zusammenkunft, die viel mit Bewegung zu tun hat, aber ohne Medallienvergabe und Konkurrenzkampf auskommt. Etwas für alle, die ein Fahrrad ihr Eigen nennen, egal ob es sich dabei um ein hochgezüchtetes Rennrad, ein Mountainbike oder einen alten Hollanddrahtesel handelt,
egal ob sie jung, oder alt, reich oder arm sind. Ohne Wenn und Aber.
Die Critical Mass entzieht sich vielen Kategorisierungsversuchen – vielleicht einer der Gründe dafür, dass es bisher noch keinen guten Dokumentarfilm über sie gibt. Zwar haben viele Mitfahrer bisher mit ihren ActionCams einzelne Veranstaltungen begleitet, aber das Ergebnis sind meist einfache Zusammenschnitte einer einzelnen Mass, aus der sich die CM als Massenphänomen, sowie die bewusste Entscheidung für das Rad als alltägliches Fortbewegungsmittel nur schwer erschliessen. Immer noch werden wir in Hamburg, der Stadt mit der deutschlandweit grössten Critical Mass, mit teilweise über 5.000 Teilnehmern, oft von Passanten gefragt, was wir da eigentlich machen.
Um dies zu beantworten, wollen wir einen Film drehen.
Wir wollen die Mass in all ihren Facetten und Zusammenhängen zeigen. Wir wollen analysieren, mit den Teilnehmern- aber auch den Kritikern reden. Wir wollen Einzelne in ihrem Fahrradalltag auf den Strassen und bei der Mass begleiten.
Wir wollen Interviews führen; mit Aktivisten, zufälligen Teilnehmern und Vertretern der neu erblühten Fahrradkultur, abseits der Mass – vom Hipster bis zum Hartz4ler, der finanziell schlichtweg keine Alternative zum Rad hat.
Wir wollen mit Fahrradaktivisten Interviews führen, mit Radwerkstätten, mit Verkehrspolitikern – und mit vielen Anderen.
Wir ahnen schon, dass wir damit scheitern werden, die CM auf einen gefälligen, griffigen Nenner zu bringen – aber wir können mit Eurer Hilfe immerhin die Vielfalt des Ganzen darstellen.
Kurzum: wir wollen den Film über die Critical Mass machen, den wir selbst gerne sehen würden.

Wir wollen also relativ viel.
Das geht nicht allein – und das geht nicht ohne die Hilfe der Masse, der crowd. Wir brauchen zweierlei: Beiträger und Spender.
Beiträger kannst Du werden, in dem Du selbst bei der Critical Mass filmst und uns Dein Material zur Verfügung stellst.
Jeder, dessen Material im Film Verwendung findet, wird natürlich im Abspann genannt. Näheres zum Ablauf und den technischen Anforderungen findest Du hier.

Du hast mal bei einer Mass in einer anderen Stadt als Hamburg, oder sogar in einem anderen Land gefilmt? Du hast Filmbeiträge zur CM, die nicht in das genannte Chema passen, aber dennoch relevant sind? Melde Dich bei uns unter: mj@ad-spice.de

Du hast mit dem Filmen nix am Hut, findest aber die Idee gut? Werde Teilhaber des Projektes – diverse Sachpreise irrsinnig hohen ideellen Wertes winken schon kräftig mit den Händchen, den kleinen, süßen. Zu den verschiedenen Möglichkeiten (inkl. CMM-Klingel, Shirt und Prereleaseparty) geht es hier lang.

Wir brauchen Dich, Euch, wir brauchen die Crowd!